Der gemeine Kult-urkritiker

3. Februar 2007

Ein fast normaler Mittwochabend in Stuttgart-Mitte. „Die haben einfach keinen Style“, hört man von einem Kritiker, der es immerhin geschafft hat, sich im Style konsequent den restlichen ca. 25% der Studenten anzuschließen, die so wahnsinnig alternativ sind.

Er spricht über „Porous„, eine nette Band aus Deutschland – mehr ließ sich jetzt auf die Schnelle auch nicht herausfinden. Zugegeben, allzu weite Wellen schlagen sie noch nicht. Aber der Style fehlt? Zu einem ihrer Videos liest sich auf spex.de – Magazin für Popkultur – immerhin doch „wenn urplötzlich aus einer aufgeladenen Stimmung eine flotte Tanzparty wird. Porous? Gitarrenpop!

Als Vorgruppe von Fotos überzeugen sie im Schocken darüberhinaus mit viel Gefühl und einem flexiblen Frontmann, der aus dem Gitarren- auch mal Keyboardpop machte ;-). Sicher, an ihrem Charisma könnten die Jungs noch arbeiten, die Richtung erinnert aber schon jetzt an intellektuelles Understatement und Travis.

Aber Style ist ja nicht alles. „Der Gitarrist ist verbesserungswürdig, der Sänger… naja“, gibt sich da doch gleich ein anderer Experte die Ehre, nachdem er vorausgeschickt hat, dass „ein Schlagzeuger halt ein Schlagzeuger“ ist. Immerhin in letzterem Punkt muss man ihm einfach Recht geben.

Fazit: Der Schwabe zahlt für Fotos, also will er Fotos sehen. Und sie toll finden. Sie waren toll, sie waren sehr toll, und hatten sichtbar viel Freude an diesem Abend. So wie das Publikum – auch der Teil, der die Vorband nicht sicherheitshalber schon einmal runtergemacht hatte.

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