Alpha 21

27. April 2009

Und da trat einer in unser Leben und machte sich bemerkbar, indem er uns bemerkte. Ob wir ihm deutlich sagten, „das ist es, was ich will“ – oder es selbst nicht einmal wussten: Er machte uns glauben, dass er es war, der es uns geben konnte, und nur er.

Er hielt uns den Spiegel vor und zauberte ein Fenster zu der Realität, die unseren Vorstellungen und Wünschen entsprach. Die Rolle die er spielte, war nicht selbstinduziert. Simple Methoden, wie sie in jedem zweiten Ratgeber zu finden waren, jedoch in ihrer Art und Weise so konsequent, dass die ganze Gestalt dieses Menschen eine schlichte Komposition dieser Methoden war. Die Wahrheit, die er schuf, war von uns erschaffen. Und seine ganze Erscheinung von unserer Phantasie genährt.

Am Ende wird ein jeder von uns ins Zweifeln und Staunen geraten, ob die Person jemals existierte. Persönliches Engagement welcher Art auch immer, das am Ende komplett ertraglos ausfiel, hätte ein jeder für sein Hobby, seinen Traum, seine Wünsche ohnehin investiert. Den Verlust auf den Spiegel zu projezieren, in Persona einfache Konsequenz, und doch spiegelt der Spiegel immer nur uns selbst – mit Herzblut, Risiko – und Erfolglosigkeit. Da ist so gar nichts von Zauberei.

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