Kam grade zitternd von draußen. Die Jahreszeit konnte mich noch immer nicht von ihrer Harmlosigkeit überzeugen. Noch viel weniger, wenn ich an Wintersport denke und an die Orte, an denen man dem für gewöhnlich nachgeht. Immerhin mache ich das ja seit Beginn des Jahres mit, die Ängste vor dem sicheren Tod im isolierten Bergdorf dürften mich dennoch eine Weile noch begleiten.

Während der Schnee das abgelegene Dorf am Fuße von Feldberg oder Zugspitze ein Vielfaches weiter von der rettenden Zivilisation wegrückt, hellt er hierzulande die kalte und dunkle Jahreszeit im wörtlichen Sinn auf. Schnee fällt vom Himmel und die Stadt, sie leuchtet! Denn noch viel besser als die gelegentlich auch von unten wahrnehmbare Dunstglocke über Stuttgart reflektieren die Flöckchen, die im Moment zu Abertausenden vom Himmel rieseln, den fast genau so zahlreich vorhandenen Lichterzirkus.

Um die sonstwo negative Wirkung des weihnachtlichen Gepuders hat sich die Stadt auch bereits bestens gekümmert: Das von den Bewohnern geschaffene Grundklima lässt den Schnee auf den Straßen nicht unbedingt lange zur Ruhe kommen, der ausreichend vorhandene Winterdienst tut seinen Rest dazu. Dass Niederschläge zur totalen Abschottung führen könnten, damit muss hier so schnell niemand wirklich rechnen. Als Ergänzung empfiehlt sich dann noch ein Kraftwerk in der Nähe, denn neben dem elektrischen Licht, dass hier dank des Schnees die Nacht zum Tag macht, wäre es ohne die nette Fernwärme im Moment doch zu ungemütlich, das niederzuschreiben.

Advertisements

Humaninteraktion

18. November 2009

Bevor ich’s vergesse. Eine Kollegin, ich sollte sagen, eine weise Kollegin, meinte Montag, ich solle mir Notizen machen. Denn Ideen sind stark, wenn das Vergessen ihnen nicht zuvor kommt. Und das Vergessen hat eine unglaubliche Kraft. So:

Wie funktioniert das mit der Sympathie? Kein Geheimnis. Wenn dir jemand das Gefühl gibt, und du bist dir sicher, er meint es absolut aufrichtig, du seist etwas Besonderes, ist es ein leichtes für dich, ihn ebenfalls für besonders zu halten. Das klingt wenig mystisch, ist es auch nicht. Dennoch gibt es trotz aller Fähigkeit, diese Abläufe bis aufs letzte zu enttarnen, zwei unbestechliche Punkte, die mir spontan einfallen und die mir mein Leben versüßen: Denn sie bringen die Mystik, die Unwillkürlichkeit, Schicksalhaftigkeit, ja womöglich Gottgewolltheit, zurück. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Politik…

28. August 2007

ist nicht der Ausweg aus der Misere. Den Rest des Beitrags lesen »

Eine schöne Party

12. Juni 2007

Samstag, neunter Juni. Junge Menschen strömen herbei. Man unterhält sich, es wird gelacht. Ich lache mit, von ganzem Herzen und mache doch nur gute Mine zum bösen Teil dieses Spiels.

Die Jusos feiern ihre Jahreshauptversammlung, das ist so etwas wie Halloween, nur eben ohne auffällige Masken. Sie sind unauffällig. Süßes oder Saures gibt es aber auch. Gib mir Süßes, sonst gibt’s Saures. Heißt in diesen Kreisen: Unterstütze uns und behindere unsere Arbeit nicht, sonst lassen wir dich abwählen. Den Rest des Beitrags lesen »

Ich frage mich immer wieder einmal, wer oder was ich eigentlich bin. Was das eine kleine, leicht zu fassende Detail ist, das mich charakterisiert. In letzter Zeit frage ich mich das besonders oft.

Endlich weiß ich es. Nach einem Gläschen Noilly Prat und bestimmt 20 Wikipedia-Artikeln fiel es mir bei einer Zigarette wie Schuppen von den Augen Den Rest des Beitrags lesen »